Positionen zum Arzneimittelgebrauch

Oktober 2008

 

Unabhängige Arzneimittelberatung für Patienten

 

Das Projekt „Unabhängige Arzneimittelberatung für Patienten“, gefördert durch die Spitzenverbände der GKV gemäß § 65b, gibt es seit 2001. Seitdem erfolgten über 7000 Beratungen, mehrere Kongressteilnahmen und mehrere positive publizierte Evaluationen des Projektes. Bei Patientenberatungsstellen, der Selbsthilfe und den Verbraucherzentralen ist das Projekt bekannt und es existieren wechselseitige Kooperationen.

Oktober 2008

 

Rezension: Erika Hickel. Die Arzneimittel in der Geschichte

 

Erika Hickel: Die Arzneimittel in der Geschichte. Trost und Täuschung – Heil und Handelsware. „Dieses Buch macht zum ersten Mal den Versuch, den Arzneimittelgebrauch in der Menschheitsgeschichte kultur- und epocheübergreifend darzustellen, soweit er historisch erforscht ist“. Ob dieser dem Klappentext des Buches entnommene Anspruch erfüllt wird, kann hier nicht beurteilt werden. Dass die ehemalige Leiterin der Abteilung für Geschichte der Pharmazie und der Naturwissenschaften der Universität Braunschweig jedoch eine ganz herausragende historische Übersicht vorgelegt hat, wird nach der Lektüre sicherlich kaum jemand bestreiten.

19. November 2007

 

50 Jahre nach Contergan

 

Der VDPP fordert die Schaffung eines breiten Bündnisses gegen die Versuche der pharmazeutischen Industrie und der EU-Kommission, das Verbot der Werbung für verschreibungspflichtige Arzneimittel aufzuweichen. Das Zusammentreffen des 50-jährigen Jubiläums der Contergan-Markteinführung und der Sendung des Zweiteilers zum Thema Contergan in der ARD lenkt die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf das Thema Arzneimittelsicherheit in unserem Land. Wie ist es heute um die Arzneimittelsicherheit bestellt?


Zulassungsrücknahme clobutinolhaltiger Arzneimittel

 

Das Editorial in der DAZ Nr. 36/2007 greift die Rücknahme der Zulassung Clobutinol-haltiger Arzneimittel auf. Die Autorin verweist zu Recht darauf hin, dass Arzneimittelsicherheit nicht statisch ist und immer mehr hinzu gelernt werden muss. Es ist in unseren Augen richtig, wenn die Autorin anmerkt, dass Arzneimittel Waren besonderer Art sind, die erklärungsbedürftig sind und insofern in die Hand der Fachfrau/des Fachmannes gehören. Aber wir Apothekerinnen und Apotheker müssen uns auch kritische Fragen stellen lassen: haben wir Kunden jemals darauf hingewiesen, dass es zu Clobutinol-haltigen Arzneimitteln eigentlich keine aussagekräftigen Studien gibt? Haben wir in den letzten Jahrzehnten genug getan, um die Wirksamkeit und Unbedenklichkeit all dieser Arzneimittel mit fiktiver Zulassung in der Alltagsanwendung im Rahmen unserer Möglichkeiten zu prüfen und entsprechend zu beraten?


Heroin: Mittel der ersten Wahl für die Erhaltungstherapie bei methadonintoleranten Schwerstabhängigen?

 

Argumente zur Begründung einer Fortführung des bundesdeutschen Modellprojektes zur diamorphingestützten Behandlung unter Erweiterung mit einem Morphinstudienarm

Insuline: analog und inhaliert

 

Als der 13-jährige Leonard Thomp­son 1922 in Toronto durch die In­jektion von Rinderinsulin aus dem diabetischen Koma geholt werden konnte, war der bahnbrechende therapeutische Einsatz dieses Pep­tidhormons gelungen. Schon 1923 brachte Lilly in Kanada das erste In­sulin-Präparat „Isletin” auf den Markt. Zwei Nobelpreise sind für die Erfolge vergeben worden: 1923 an Banting und Mcleod für die Ex­traktion des Insulins und 1958 an Sanger für die Aufklärung der Struk­tur des Moleküls.

24. Januar 2006

 

Missstände in der Tamiflu®-Verordnung?

 

Der VDPP nimmt einen Bericht in der BILD-Zeitung vom 13.1.06 zum Anlass, die Verordnungspraxis mit Tamiflu® kritisch zu hinterfragen.

20 September 2001

 

Werbung ist keine Information: Mediziner, Verbraucherschützer und Patientenverbände gegen Lockerung des Werbeverbots für Medikamente

 

Die geplante Lockerung der Werbebestimmungen für Arzneimittel in der Europäischen Union wird von sieben Verbraucher-, Patienten- und medizinischen Fachorganisationen entschieden abgelehnt. Mit dem vorgeschobenen Argument der ”Patienteninformation” droht der Patientenschutz ausgehöhlt zu werden und der Manipulation und Desinformation wird Vorschub geleistet.

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