Rabatte im Apothekenbereich

VDPP weist Lauterbachs Kritik zurück

1. August 2005


Der Verein demokratischer Pharmazeutinnen und Pharmazeuten (VDPP) nimmt die Äußerungen von Professor Karl Lauterbach zu Fragen der Rabatte im Apothekenbereich unter besonderer Berücksichtigung der Generika irritiert zur Kenntnis.

 

Die Basis für die Rabattberechnungen von Lauterbach sind nicht nachvollziehbar, insbesondere die Behauptungen, dass im Bereich Generika dadurch Bereicherungen in Höhe von zwei bis drei Milliarden zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) erfolgen, ist angesichts eines Gesamtvolumens von 23 Milliarden Euro für alle Arzneimittel absurd.

 

Der VDPP weist darauf hin, dass die Apotheken gesetzlich verpflichtet sind, den GKV einen Rabatt von 2 Euro je verordneten Medikament einräumen und so statt 8,10 Euro nur 6,10 Euro abrechnen dürfen, das sind 24,7% Rabatt für die GKV. Die ABDA hat einen Betrag von 1,2 Milliarden Euro berechnet, die von Seiten der Apotheken eingeräumt werden müssen. Wenn Rabatte diskutiert und gestrichen werden sollen, dann ist dieser Rabatt auch zu streichen.

 

Lauterbach hat seine Glaubwürdigkeit als Experte verloren - so etwas kann man als Experte nur einmal. Offensichtlich hat Lauterbach die Transformation vom Experten im Gesundheitswesen zum wahlkämpfenden Politiker vollzogen, Politiker können ihre Glaubwürdigkeit immer wieder verlieren ...

 

Bernd Rehberg
(für den VDPP-Vorstand)

http://www.vdpp.de

 

 

TERMINANKÜNDIGUNG

 

16. Oktober, Berlin

Regionalgruppentreffen

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9. November, Berlin

VdPP-Herbstseminar

 

"Apotheke der Zukunft - wohin soll es gehen? Über neue Wege der Honorierung"

 

Anmeldung zum Seminar:

 

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